Ausstellung Brigitte Hayo-Rousché (Zolnhofer-Preisträgerin 2013) PDF  | Drucken |  E-Mail

 

 

Beeindruckende Großformate in der AULA in Sulzbach: Zolnhofer-Preisträgerin Brigitte Hayo-Rousché stellt ihr Werk vor...


 

Anlässlich der Feierlichkeit zur Verleihung des Zolnhofer-Preises vergangenes Jahr am 23. März hat man im Salzbrunnenhaus schon einmal einen kleinen Einblick in das Schaffen der Künstlerin Brigitte Hayo-Rousché nehmen können.
Am vergangenen Freitagabend gab die gut besuchte Vernissage den offiziellen Startschuss zur großen Werkschau mit beeindruckenden Großformaten in der AULA. Hierbei präsentiert sich die Künstlerin erstmals als Preisträgerin des Fritz-Zolnhofer-Preises 2012. Die Ausstellung ist in die drei Themenblocks Mensch, Landschaft und Industrie eingeteilt. Hayo-Rousché zeigt „schattenhafte Bewegungsskizzen, gebeugte Köpfe, pure Körperhaltungen, die sauber Gemütsstimmungen schildern“, beschrieb es Laudatorin Anne Allenbach. Auch der Themenbereich Industrie – in der AULA vertreten mit sehr beeindruckenden Großformaten– präsentiert sich derzeit in außergewöhnlich aussagekräftigem Mal-und Darstellungsstil. „Die  sensible Wahrnehmung industrieller Herstellungsprozesse, sowie die meisterhafte malerische Umsetzung des Bildthemas hat letztlich die Jury davon überzeugt, dass sich die Künstlerin mit ihrer beachtlichen Werkgruppe auf Augenhöhe Zolnhofers gemalt hat“, formulierte es Bürgermeister Michael Adam in seiner Begrüßung. Auch die Landschaftsbilder der Malerin zeugen von der gleichen schroffen Energie, die auch den Industriegemälden innewohnt. Es sind Darstellungen von Felsenküsten in der Normandie. Der Zolnhofer-Preis als Kunstpreis der Stadt Sulzbach wurde auf Anregung des damaligen Kulturamtsleiters Dr. Dieter Steark mit Zustimmung des Stadtrates im  August 2001 ins Leben gerufen. Und dank des Hauptsponsors des Preisgeldes in Höhe von 2600 Euro, der Enovos Deutschland AG, kann der Kulturpreis getragen werden.  Die Verleihung des Preises erfolgt alle zwei Jahre.  Sinn und Zweck des Preises besteht darin, das Lebenswerk oder zumindest eine markante Schaffensperiode einer mit der Saarregion lebens- und kulturmäßig eng verbundenen Künstlerin oder Künstlers zu würdigen. Es soll die öffentliche Anerkennung eines künstlerisch tätigen Menschen sein, der sich thematisch mit den durch Arbeit und Industrie, Handwerk und Wirtschaft geprägten Menschen in der typischen Landschaft der Saarländischen Heimat auseinander setzt. Dieses sehr Region-bezogene und identitätsstiftende Wirken bildet sich im Werk des Schnappacher Malers Fritz Zolnhofer ab. Er steht mit seinem Gesamtwerk und seinem Namen der Preisidee Pate. Auch die Völklinger Malerin Brigitte Hayo-Rousché dekliniert malerisch die Zolnhofer’schen Bildthemen durch, wobei erkennbar wird, wie erstaunlich nahe sich beide Künstleransätze in Wahrnehmung, Einfühlung und meisterhafter Umsetzung beieinander befinden.
Die rund 60 Besucher waren sichtlich von den beeindruckenden Gemälden Hayo-Rouschés eingenommen. Für die passende musikalische Umrahmung sorgte das Jazz-Duo Astrid Frantz und Walter Lorscheider.
Die Ausstellung dauert bis zum 30. März 2014. Geöffnet ist die Galerie jeweils freitags von 16-18 Uhr und sonntags von 14-18 Uhr. Am Sonntag, 23. März, ist die Künstlerin von 16 bis 18 Uhr anwesend.